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AUSGABE 2017
WEINSTUBEN-GESPRÄCHE
Adelheid Wedel zu Gast im 24. WEINSTUBEN-GESPRÄCH

Adelheid Wedel, Buchautorin, Herausgeberin und Kultur-Redakteurin ist am 19. März 2011 zu Gast bei Dr. Bernd Bräuer im 24. WEINSTUBEN-GESPRÄCH.
Im Mittelpunkt des Gespräches stehen ihre Bücher Horst Drinda, Die Welt ist noch nichtfertig. Ein Schauspielerleben in Briefen, das sie mit Stefan Drinda, dem Sohn des bedeutenden DEFA-Schauspielers, herausgegeben hat und Vom Privileg des Vergleichs. Erfahrungen ostdeutscher Prominenter vor und nach 1989 – entstanden in Zusammenarbeit mit Heike Schneider. Beide Werke sind im Leipziger Militzke Verlag erschienen und auf der Leipziger Buchmesse 2011 vorgestellt worden.

Wedel, 1944 in Thüringen geboren und aufgewachsen, hat in Leipzig Journalistik studiert und nach dem Studium drei Jahre in Kairo gelebt. Danach hat sie bei der Nachrichtenagentur ADN und von 1977 bis 1990 für die Kultur-Zeitung Sonntag – herausgegeben vom Kulturbund der DDR – als Redakteurin gearbeitet. Die Autorin lebt seit Anfang der 1970er Jahre in Berlin. Sie arbeitet gegenwärtig als Kultur-Redakteurin beim Deutschlandradio Kultur.

Im Gespräch erzählt Adelheid Wedel anschaulich und lebendig über die Herausgabe des Drinda-Buches, das 21 von Horst Drinda (1927 bis 2005) selbstverfasste Briefe über sein Leben enthält, die einen tiefen Einblick in Werden und Schaffen dieser großen Künstlerpersönlichkeit ermö glichen. Berührend erzählt Drinda beispielsweise über seine Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Eduard von Winterstein (1877 bis 1961) und dem Regisseur Wolfgang Langhoff (1901 bis 1966) – Intendant des berühmten Deutschen Theaters von 1946 bis 1963. Ergänzt wird das Buch unter anderem durch spannende Texte von Zeitgenossen Drindas. Ein Interview mit der hochbetagten Inge Keller (geboren 1923), der Grand Dame des Deutschen Theaters und einstigen Schauspieler-Kollegin von Drinda, gibt dem Buch eine besondere Würze.

Das Privileg-Buch vereinigt 16 umfängliche und differenzierte Interviews mit Ostdeutschen, die die Buch-Autoren im Zeitraum von 2008 bis 2009 geführt haben und die sich thematisch auf das Leben der Befragten vor und nach der deutschen Wiedervereinigung beziehen. Zu den Befragten gehören unter anderem der Theaterregisseur Wolfgang Engel, der Pianist Peter Rösel sowie der Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz und die Publizisten Friedrich Schorlemmer und Christoph Dieckmann. Entstanden ist ein äußerst lesenswertes und excellent gestaltetes Buch über das vielgestaltige Leben von Menschen in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland.

Wie immer konnten im Anschluss an das WEINSTUBEN-GESPRÄCH die vorgestellten Bücher gekauft werden. Adelheid Wedel signierte nach dem Gespräch beim Bechern und Tafeln viele Bücher – natürlich nicht nur bei einem Glas Wein.